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Dienstag, 23. Juni 2020

Rezension zum Buch "Kryonium. Die Experimente der Erinnerung" von Matthias A- K. Zimmermann

Das Buch wurde mir vom Verlag als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.


Daten zum Buch:
Titel: Kryonium. Die Experimente der Erinnerung
Autor: Matthias A. K. Zimmermann
Verlag: Kulturverlag Kadmos Berlin
Coverrecht: Kulturverlag Kadmos Berlin
Bildrecht: Rebecca Reiss
Seitenzahl: 324 Seiten
Erschienen: 28. Oktober 2019

Inhalt des Buches: 
In dem Buch geht es um einen Protagonist oder eine Protagonistin, die an einem unbekannten Ort gefangen ist ohne jegliche Erinnerung an ihr Leben und an sich selbst. Er oder Sie möchte aus diesem furchteinflößenden Ort fliehen, doch das ist alles andere als einfach. So gerät der Protagonist oder die Protagonistin immer tiefer und weiter hinein in einen Strudel aus rätselhaften Begegnungen und magischer Paranoia. Nichts ist so wie scheint. Wird es dem Erzähler gelingen aus dem furchtbaren Ort zu entkommen?
Das Buch kann zu keinem bestimmten Genre gezählt werden, da von Fantasy, Virtualität und modernes Märchen mehrere Genre zusammengemischt wurden und dennoch ein ganzes entstehen konnte.
Es wird immer wieder die Frage aufgeworfen, was Erinnerungen sind und was sie bedeuten. In dem Buch ist nichts zu wie es scheint und die Frage was Realität wirklich bedeutet, muss immer wieder aufs neue überdacht werden.
Charaktere:

Vom Protagonisten oder von der Protagonistin erfahren wir erst am Ende des Buches ein bisschen mehr, aber dennoch fand ich ihn gut und ich hatte Freude daran ihn in seiner oder ihrer Geschichte zu begleiten, mit zu bangen und mit zu fiebern, ob er sich jemals wieder erinnern kann und von dem furchtbaren unbekannten Ort entfliehen kann.
Cover und Aufmachung des Buches:
Das Cover finde ich richtig schön und gelungen und passt meiner Meinung nach perfekt zum Buch und seiner Geschichte. Man sieht auf dem Cover eine leere Schneekugel mit Flocken darin. Vor der Schneekugel sieht man ein Holzpodest mit einem Schloss und einem Schlüssel mit der Nummer 1001. Was ist auch schön finde ist, die umgeknickte Ecke des Covers.
 
Schreibstil:
Zum Schreibstil kann ich nur sagen, das er etwas besonderes und einmaliges ist. Sowas habe ich zuvor niemals gelesen und bin einfach nur begeistert. Es gibt von Zahlen, Wortspielen, Codes, Metaphern, Palindromen alles mögliche und alles hat eine sehr große Bedeutung, weil es zu einem großen ganzen wird. Die ganze Geschichte ist komplett verschachtelt, ineinander verwoben und sehr komplex. Alles baut aufeinander auf und auch noch so jedes unwichtige kleine Detail integriert sich einfach nur perfekt.

Meine Meinung:
Ich tue mich ehrlich gesagt ein wenig schwer mit der Verfassung der Rezension, weil es eigentlich keine richtigen Worte gibt, um dem Buch und seiner Geschichte gerecht zu werden. Das Buch ist in drei Teile gegliedert: Im ersten ist man auf einem märchenhaften und furchteinflößenden Schloss, aus dem es kein Entrinnen gibt. Im zweiten Teil befindet man sich komplett woanders, wo genau das verrate ich natürlich an dieser Stelle nicht, aber ihr werdet echt überrascht sein. Doch wer denkt, das man im zweiten Teil die Lösung gefunden hat, der wird im dritten und letzten Teil des Buches noch mehr verwirrt sein und erst gegen Ende des Buches wird das Geheimnis gelüftet.
Das Buch und seine Geschichte ist einfach nur etwas ganz besonderes, das einem am Verstand verzweifeln lässt, uns sehr oft an der Nase herumführt und fast schon beängstigend auf einen wirkt. Man ist einfach nur verwirrt und verunsichert, bis endlich das Geheimnis gelüftet wird.
So etwas wie dieses Buch hab ich noch niemals gelesen und ich kann einfach nur empfehlen, denn sowas muss man einfach mal gelesen haben.
Eines noch zum Schluss, dieses Buch lässt sich nicht einfach mal so weg lesen, sondern man braucht Zeit und man muss sich auf die Geschichte einlassen können. Beim lesen sollte man also den Kopf frei haben.
Ich vergebe dem Buch 5 Sterne, weil es mich einfach begeistern konnte.

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