Freitag, 28. Oktober 2016

Rezension zum Buch "Es war einmal Aleppo" von Jennifer Benkau



Daten zum Buch:
Titel: Es war einmal Aleppo
Autor: Jennifer Benkau
Genre: Roman
Verlag: ink rebels
Seitenzahl: 377 Seiten
Erschienen: 27. Oktober 2016
 
 
Inhalt des Buches:
Es ist einfach nur wie ein Schlag ins Gesicht. Antonia war mit ihrer Familie im Urlaub und als sie wieder zuhause ankamen, leben auf einmal viele hundert Flüchtlinge gegenüber. Natürlich müssen die Flüchtlinge irgendwo unterkommen, aber muss das ausgerechnet hier sein? Gibt es keinen anderen Ort? Es kommt aber alles anders als gedacht, denn Toni trifft plötzlich auf Shirvan. Sie hat viele Fragen an ihn und sie Sache wird immer komplizierter
 
 
Charaktere:
Die Charaktere des Buches haben mir soweit alle gut gefallen und waren mir sympathisch. Sie wurden sehr liebevoll und real dargestellt.
 
Toni: Sie weiß anfangs nicht, wie sie sich verhalten soll, seitdem die Flüchtlinge gegenüber wohnen. Man hört ja auch viel negatives über Flüchtlinge. Ich kann ich mich in die Situation von Toni sehr gut hineinversetzen, weil gegenüber von mir auch Flüchtlinge leben und ich anfangs auch nicht wusste, wie ich mich verhalten sollte, da es nur junge Männer sind. Ein paar der Flüchtlingsnamen gibt es auch hier bei uns. Toni freundet sich langsam mit dem Gedanken an, das dort jetzt Flüchtlinge leben und seitdem sie Shirvan einen von ihnen getroffen hat, schaut sie sich das Camp und die Bewohner mal etwas genauer an und es ist dann doch nicht so schlimm gewesen, wie zu Anfang gedacht. Genauso wie bei mir. Man sollte erstmal die Leute kennen lernen, bevor man über jemand urteilt.
 
Fee: Tonis Freunden ist eher der offene Typ, was mir sehr gut gefällt, denn durch Fee kommt Toni besser mit der Situation klar, das gegenüber Flüchtlinge leben.
 
Tonis Familie: Tonis Familie findet es eher nicht so toll, das die Flüchtlinge jetzt da wohnen. Ob sie sich jemals mit den Flüchtlingen anfreunden können, müsst ihr schon selbst herausfinden.
 
Shirvan: Ein 18-jähriger Flüchtling den Toni kennen lernt und sich promt auch miteinander verstehen. Er ist eher der verschlossene und ruhigere Typ, da er mit seinen 18 Jahren schon sehr viel schlimmes mitmachen musste. Er macht in dem Buch aber eine gute Entwicklung durch.
 
 
Cover:
Das Cover des Buches gefällt mir richtig gut. Es ist in einem grauton gehalten. Auf dem Cover sieht man Stacheldraht, der für Grenzen auf der Flucht der Flüchtlinge stehen soll und einen grünen Schmetterling, der perfekt zur Geschichte passt, warum, das müsst ich selbst lesen. Das Cover passt meiner Meinung nach perfekt und macht Lust darauf das Buch zu lesen.
 
 
Schreibstil:
Der Schreibstil ist locker, leicht und jugendlich. Die Seiten flogen nur so dahin beim Lesen, auch wenn ich das Buch mal zwischendurch kurz zur Seite legen musste, weil es doch als erschreckend war, was die Flüchtlinge teilweise durchmachen musste. Hat mir sehr erschrocken. Das Thema ist brandaktuell und geht jeden von uns was an und es rüttelt einen wach. Es muss zwangsweise nicht alles schlecht sein. Man sollte erstmal sich ein bisschen informieren und sich ein bisschen kennen lernen. Viele Flüchtlinge haben ja schon viel schlimmes in ihrem Leben erlebt und das muss man erstmal verdauen. Gut integrieren sollten sie sich aber dennoch. Bei uns funktioniert es soweit gut.
 
 
Meine Meinung:
Jennifer Benkau war mir schon sehr bekannt, da ich schon drei ihrer Bücher regelrecht verschlungen habe. Eines ist sogar signiert, da ich sie schon mal auf der Frankfurter Buchmesse kennen lernen durfte, was mich sehr gefreut hat. Als Jennifer Benkau dann Vorableser für ihr neuestes Buch gesucht hatte und das Thema sehr aktuell ist, musste ich mich einfach mal als Vorableser bewerben und ich hatte Glück und durfte einer von Ihnen sein. Es war einmal Aleppo ist ein Roman der mich sehr bewegt hat. Er stimmt einen auch nachdenklich. Ich tue mich ehrlich gesagt ein bisschen schwer beim bewerten des Buches, da es ein sehr aktuelles und reales Thema beinhaltet, das einen nachdenklich stimmt und einen wachrütteln soll. So eine Art Buch, habe ich bisher noch nicht gelesen. Da es aber sehr gut recherchiert ist und das Thema der Autorin, wie man merkt sehr am Herzen liegt kann ich dem Buch nur 5 Sterne vergeben, was anderes wäre denke ich nicht gerechtfertigt.
 
Danke liebe Jennifer Benkau, das ich dieses Buch vorablesen durfte ;)

1 Kommentar:

  1. ooh, das Buch kannte ich noch nicht, klingt aber sehr sehr spannend! Das werd ich definitiv auf meinen SuB packen müssen. :)

    lg Caro

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