Sonntag, 31. August 2014

Rezension zum Buch "Als Opapi das Denken vergaß" von Uticha Marmon

 
 
 


Das Buch "Als Opapi das Denken vergaß" von Uticha Marmon ist eines der Bücher aus dem erst seit kurzem bestehenden Magellan Verlages. Es hat 160 Seiten und ist am 21.Juli 2014 erschienen.

Wie aus dem Titel bereit zu verstehen ist, geht es in dem Buch um das "Vergessen".
Jedesmal wenn Mia Sommerferien hat, verbringt sie die Zeit bei ihrem Opa, denn sie "Opapi" nennt, in Lindau am Bodensee. Doch diesen Sommer wird alles anders sein. Denn ihr geliebter Opapi zieht zu ihr und ihrer Familie nach Hamburg, da er sich manchmal nicht an Dinge erinnern kann, die er normal wissen müsste. Mia findet es nicht schlimm, das Opapi manches vergißt, denn sie findet es nur schön, das sie ihren geliebten Opapi nun immer bei sich hat. Wenn er mal was vergisst, dann kann sie ihn immer wieder an die Sachen erinnern, die im gerade nicht einfallen. Opapi kommt aber nicht alleine nach Hamburg. Im Gepäck hat er noch einen Jungen namens Berti. Was hat es nur mit dem geheimisvollen Jungen zu tun, der sich immer gerade wenn es ihm passt bei Opapi rumtreibt...

Da ich zuhause mit dem Thema "Demenz" konfrontiert bin, wollte ich das Buch unbedingt lesen wollte, da Demenz ja ein sehr schwieriges Thema ist. Ich wurde nicht enttäuscht, denn das Thema wurde in dem Buch altersgerecht und schön in einer Geschichte erklärt. Durch Mia's Opapi habe ich gelernt, das sich Demenzkranke sehr gut an ihre Kindheit erinnern können, aber was vor 10 Minuten passiert ist, das wissen sie meist nicht mehr. Mia reist gerne mit ihrem Opapi in die Vergangenheit, indem sie sich alte Fotos anschauen. An vieles kann sich Opapi erinnern, doch an manches nicht mehr, weswegen sich Mia dann was ausdenkt, damit Opapi sich wieder erinnern kann.

Der Schreibstil des Buches finde ich richtig gelungen, denn er ist sehr flüssig und sehr kindgerecht.
Die Aufteilung der Kapitel finde ich sehr gut, denn sie sind nicht zu lang und nicht zu kurz. Desweiteren findet man vor jedem Kapitel eine kleine Überschrift, die in zwei, drei Worten wiedergibt, was in dem jeweiligen Kapitel so passieren wird, was mir auch sehr gut gefällt.

Das Cover des Buches finde ich total schön. Man sieht auf ihm Mia mit ihrem Opapi und natürlich den kleinen Berti. Desweiteren findet man dort noch ein Schiff und ein Haus, aber was es damit auf sich hat, das erfahrt ihr wenn ihr das Buch lest. Das Cover passt einfach nur total gut zum Buch. Das Buch hat einfach eine ganz tolle und schöne Aufmachung.

Die verschiedenen Charaktere finde ich sehr sympathisch. Finde es toll, das die Familie von Mia, ihren Opapi zuhause bei sich aufnehmen und nicht in ein Altersheim abschieben. Sie integrieren in richtig in ihr Familienleben und helfen ihm, wie sie nur können, um seinen Gedächtnis wieder auf die Sprünge zu helfen. Am meisten hilft Opapi die kleine Mia, denn sie ist immer für ihn da und hilft ihm auf die Sprünge, wenn er wieder etwas vergessen hat.

Zum weiteren Verständnis der Krankheit, trägt auch der kleine Berti bei, der ein echter Lausbub ist und immer dann auftaucht und wieder geht, wenn es ihm gerade so passt. Mit Bertis Hilfe versteht Mia immer besser, warum ihr geliebter Opapi immer mehr vergißt.

Der Autorin ist es sehr gelungen, ein Kinderbuch zu schreiben, das sich kindgerecht mit der Krankheit "Demenz" beschäftigt. Ein Buch, bei dem man sehr viel über die Krankeit lernt und wie man damit besser umgehen kann. "Als Opapi das Denken vergaß" macht Kindern und Erwachsenen Mut. Ich vergebe dem Buch ganz klar 5 Sterne, das es mir richtig gut gefallen hat.

 

 


 
 
 

Kommentare:

  1. Eine schöne Idee, dieses Thema auch Kindern vermitteln zu können. Offenbar wurde dies hier gut umgesetzt. Daumen hoch! LG, Tanja

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  2. Das klingt ja wirklich super. Ist bei uns leider auch ein Thema, allerdings noch etwas extremer.... liebe grüße Yvonne

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