Sonntag, 19. Januar 2014

Meine Rezension zum Buch "Es wird keine Helden geben" von Anna Seidl

 
 

Daten zum Buch:
Titel: Es wird keine Helden geben
Autor: Anna Seidl
Genre: Roman
Verlag: Friedrich Oetinger Verlag
Seitenzahl: 256 Seiten
Erschienen: 20. Januar 2013


Inhalt des Buches:
Miriam wird von ihrem Freund durch eine Sms geweckt, damit sie nicht verschläft und rechtzeitig in der Schule ist. Sie denkt, das es ein völlig normaler Schultag ist, doch leider ist dem nicht so, denn kurz nach dem Pausenklingeln fällt ein Schuss. Die fünfzehnjährige Miriam flüchtet mit ihrer besten Freundin Joanne und einem Jungen namens Philipp auf das Jungenklo. Philipp wird im Jungenklo erschossen. Als sich Miriam dann aus ihrem Versteck wagt, findet sie auch noch ihren Freund schwer verletzt am Boden, doch auch für ihn kommt jede Rettung zu spät. Schuld an Schüssen und den Toten ist ein Mitschüler von Miriam der einen Amoklauf begeht und wild um sich schießt.
Für Miriam ist seit diesem Tag alles anders: Ihre erste große Liebe ist verloren, ihre besten Freundinnen verhalten sich ganz anders und auch sie weiß nicht wie sie weitermachen soll. Wie soll sie mit all der Trauer, der Wut und den Schuldgefühlen und der Leere in sich weiterleben?


Meine Meinung:
Wow, selten hat mich ein Buch so sehr bewegt wie dieses hier. Zu Anfang des Buches ist man mitten im Amoklauf dabei und erfährt alles detailgenau mit und man denkt sich, warum passiert das alles eigentlich gerade. Was geht in diesem Jungen wohl vor. Das detailgenaue erfährt man dadurch, das das Buch aus der Sicht von Miriam geschrieben wurde und sie alles hautnah miterlebt. Ich habe beim Lesen mit ihr mitgelitten und gehofft das alles bald vorbei ist.

Nach dem Amoklauf steht für Miriam die Welt still. Sie erlebt alles wie in einer Blase, aber bekommt trotzdem alle Gefühle mit. Sie kann das Geschehene noch nicht so recht glauben und verarbeiten.
Der Autorin Anna Seidl gelingt es die verschiedenen Gefühle so glaubwürdig wie nur möglich rüberzubringen, sodass man mit Miriam richtig mitfühlen kann, was ich sehr gut finde.

Durch die verschiedenen Charaktere im Buch, bekommt man hautnah mit wie jeder einzelne von Ihnen mit seiner Trauer umgeht. Miriam z.B. möchte Ruhe haben und alleine sein und niemanden an sich ranlassen. Anna Seidl schafft es kein Wort vor den Mund zu nehmen und beschreibt alles schonungslos und man erfährt, das nicht jeder mit seiner Trauer umgehen kann und es deshalb kein Happy End gibt.

Das Cover des Buches ist ganz weiß gehalten und vorne steht der Titel des Buches mit roter und schwarzer Schrift drauf. Ich denke bei der Farbe Rot an Blut und bei der Farbe Schwarz an Trauer und Tod. Ich finde das das Cover richtig  perfekt zum Buch passt. Man hätte nach meiner Meinung nach kein besseres finden können.

In dem Buch geht es aber nicht nur um das Thema Amoklauf, sondern auch um folgende Themen: Erste große Liebe, Freundschaften; Familie, Zusammenhalt und um das Thema Mobbing. Die verschiedenen Themen wurden im Buch sehr gut verdeutlicht. Liebe, Freundschaft, Familie und Zusammenhalt ist wichtig, wenn man sowas schlimmes wie den Amoklauf erlebt hat. Mobbing ist an Schulen sehr beliebt, wie auch an Miriams. Ist das Mobbing Schuld am Amoklauf? Ich finde das Mobbing aufhören sollte, denn jeder sollte so behandelt werden, wie man auch selbst behandelt werden möchte.

Anna Seidl erzählt uns von dem Amoklauf und was alles danach kommt, in einem flüssigen und spannenden Schreibstil, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ich musste das Buch aber ab und an aus der Hand legen, das es mich emotianal auch sehr mitgenommen hat.


Fazit:
Ich bin von dem Buch absolut begeistert, auch wenn es um ein sehr trauriges Thema geht. Das Thema hat mich sehr interessiert, weil es uns Menschen alle was angeht, denn sowas kann uns auch passieren. Man weiß nie, was morgen passiert, deshalb sollte man sein Leben genießen und den Menschen zeigen, wie lieb man sie hat, denn irgendwann ist es zu spät dazu. Anna Seidl hat mit ihrem Debüt ein sehr bewegendes Buch geschrieben, das einem sehr unter die Haut geht.
Dieses Buch hat mich echt sehr aufgewühlt und nachdenklich gemacht.
Ich kann das Buch uneingeschränkt jedem Jugendlichen und Erwachsenen empfehlen.
Ich vergebe dem Buch 5 Sterne, auch wenn es weitaus mehr verdient hätte.



         

 

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